„...dann hätte ich das schon viel früher gemacht!“

November 6, 2018

Ein Trauma bezeichnet ein Erlebnis, das für uns so schlimm ist, dass wir es nicht richtig verarbeiten können. Erinnerungen und negative Gefühle bleiben im Unterbewusstsein präsent. Typische Folgen davon sind Ängste, Depressionen, Schlafstörungen oder Panikattacken. Welch langen Leidensweg und welche unglaubliche Last ein Trauma mit sich ziehen kann, weiss Angelika Schawalder. Nachdem sie vor ein paar Jahren Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, war ihr Leben für lange Zeit nicht mehr dasselbe. Angelika fand Ihren Weg zurück in ein zufriedenes Leben, auch dank Hypnosetherapie.

Wenn wir schlimme und prägende Erlebnisse nicht richtig verarbeiten, leiden wir oft auch noch Jahre später darunter. Wir versuchen, diese Erinnerungen zu verdrängen, doch die Erinnerungen sowie die damit verbundenen negativen Gefühle bleiben in unserem Unterbewusstsein präsent – solange, bis dieses Trauma verarbeitet wird. Bleiben wir untätig, kann dies zu Symptomen führen, die unser Leben massiv beeinträchtigen. Typische Folgen solcher traumatischen Erfahrungen sind Ängste und Depressionen, Albträume, Schlafstörungen, das Gefühl von Hoffnungslosigkeit, Panikattacken und Flashbacks. Zudem vermeiden wir alles, was an das Trauma erinnern könnte. Auch körperliche Beschwerden sind keine Seltenheit. Das autonome Nervensystem, welches die vitalen Überlebensfunktionen beim Menschen regelt, befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft. Über längere Zeit kann sich das auf den Körper auswirken – rund 70 % der posttraumatischen Belastungsreaktionen lösen körperliche Schmerzen aus.

 

Das volle Ausmass an Folgen, welche ein Trauma mit sich bringen kann, musste auch Angelika erleben. Der lebensfrohen jungen Mutter wurden in einer Bar K.O. Tropfen ins Getränk gemischt, worauf sie ihr Bewusstsein verlor. Als sie wieder zu sich kam, realisierte sie, dass ein Mann sich an ihr verging. Sie konnte aus der Situation fliehen und zeigte die Täter an. Mehrere Spermien wurden bei der Untersuchung im Krankenhaus in ihr sichergestellt. Einer der Täter wurde verurteilt und verbrachte zwei Jahre im Gefängnis. Die anderen Täter wurden nicht betraft. Für Angelika und wohl auch jeden neutralen Beobachter absolut unbegreiflich, dass die weiteren Täter nicht bestraft wurden – trotz gesicherter DNA und bekanntem Aufenthaltsort! Auch die milde Gefängnisstrafe des verurteilten Täters mutet lächerlich an, bedenkt man, welche langfristigen Konsequenzen eine solche Tat mit sich bringen kann.

 

 

Die Folgen dieses Traumas waren für Angelika schwerwiegend. Es begann mit massiven Schlafstörungen. Oft erwachte sie schweissgebadet und konnte sich in der Nacht nicht mehr richtig erholen. Sie entwickelte einen „Schliess-Zwang“ – die Haustüre musste zu jeder Zeit abgeschlossen sein. Sie konnte sich nur schwer dazu überwinden, Ihre Tochter aus dem Haus lassen - zu gross waren die Sorgen, es könnte etwas passieren. Ihr Vergewaltiger waren dunkelhäutig, dadurch entwickelte Sie eine grosse Angst vor allen dunkelhäutigen Männern. Sie begann viel mehr Alkohol zu trinken, mehr als gut für sie war und schätzte sich nach eigenen Angaben sogar als suchtgefährdet ein.

Viel zu lange trug Angelika die enorme Last dieses Traumas mit sich herum. Natürlich hatte sich auch bereits einige Behandlungen und Massnahmen versucht, um das Trauma zu verarbeiten. Sie war im Kurhaus Sunnehuus im Toggenburg, was ihr damals half, um Kraft zu tanken. Auch mit einer Form von EFT, einer Therapie zur Linderung und Behandlung von Stress und psychischen Störungen durch Stimulation von Akupressur-Punkten, arbeitete sie bereits seit einem halben Jahr. Dies half ebenfalls, dennoch blieb die ganz grosse Veränderung aus, Angelika litt weiter. Als sie sich schliesslich zur Hypnosetherapie anmeldete, machte sie zusätzlich gerade die Trennung von ihrem Freund durch.

 

Angelika war für drei Sitzungen im Abstand von je ungefähr drei Wochen in Behandlung. In der Therapie arbeitete sie stets an dem Ziel „Ich bin geliebt, sicher und ausgeruht“, um die Vergewaltigung sowie weitere Themen aus ihrer Vergangenheit zu bewältigen – mit Erfolg. Heute geht es Angelika hervorragend. Sie schläft wieder gut, fühlt sich wohl und ist so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Sie hat das Trinken bis auf wenige Ausnahmen aufgegeben und während diesen 3 Monaten nebenbei elf Kilo abgenommen. Sie konnte ihre Trennung verarbeiten und abschliessen. Ihrer Tochter kann sie viel mehr Freiheiten geben und fühlt sich allgemein wieder mehr bei sich. Als kleiner persönlicher Höhepunkt konnte sie zudem die Afro-Pfingsten besuchen, ohne grosse Angst vor dunkelhäutigen Männern zu verspüren. Kurz gesagt, Angelika fühlt sich geliebt, sicher und ausgeruht.

 

Eva Reich: Angelika, wie war die Hypnosetherapie für dich, hast du die Therapiesitzung als belastend empfunden?
Angelika: Ich empfand die Therapie nicht als belastend. Natürlich wurde es in den Sitzungen auch mal emotional, aber auf eine gute, befreiende Art und Weise.

 

Eva Reich: Bist du zufrieden mit dem Ergebnis der Therapie bei mir? Die Kosten für deine Therapie beliefen sich insgesamt auf 900.- CHF.

Da die meisten Krankenkassen leider die Kosten für Hypnosetherapie noch nicht übernehmen, müssen die Kunden für die Kosten selbst aufkommen. Ist Deiner Meinung nach die Therapie ihr Geld wert?

Angelika: Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Wenn ich gewusst hätte, dass Hypnose so wunderbar und effizient hilft, hätte ich das schon viel früher gemacht. Die Therapie ist auf jeden Fall ihr Geld wert.

 

 

Eva Reich: Hast Du dich jemals während der Hypnose oder in der Therapie ausgeliefert gefühlt oder hattest Du das Gefühl du hättest keine Kontrolle über dich?

Angelika: Ich habe mich zu keiner Zeit ausgeliefert gefühlt. Ich wusste, dass ich mich jederzeit selbst ins Hier und Jetzt zurückholen könnte.

 

Eva Reich: Was würdest Du anderen Betroffenen raten?

Angelika: Ich würde anderen Betroffenen anraten, sofort nach so einem Erlebnis sich Hilfe zu holen. Man muss mit so einem Erlebnis wirklich nicht alleine fertig werden. Zudem würde ich empfehlen von Anfang an zur Hypnosetherapie zu gehen. Das kann einen langen Leidensweg erheblich abkürzen.

 

Eva Reich: Würdest Du Hypnosetherapie und im Speziellen mich als Therapeutin weiterempfehlen? Warum?

Angelika: Ich empfehle Hypnosetherapie und auch Dich als Therapeutin auf jeden Fall vorbehaltlos weiter. Ich habe mich bei Dir vom ersten Moment an wohl gefühlt, da du ein sehr warmer Mensch bist. Ich danke Dir von Herzen für Deine wunderbare Arbeit. Ich bin glücklich, schlafe wieder gut und konnte meine Ängste loswerden.

 

Herzlichen Dank Angelika, dass Du deine Geschichte hier teilst. Ich helfe in meiner Praxis regelmässig meinen Kunden dabei, traumatische Erfahrungen sanft, effizient und nachhaltig zu verarbeiten und loszulassen. Und freue mich sehr, dass Angelika bereit war, ihre Erfahrung mit Hypnosetherapie öffentlich zu teilen um anderen Betroffenen Mut zu machen.

 

 

Kommentar zum Therapieverlauf von Angelika

Von Eva Reich, Inhaberin Praxis Mental-Reich

 

Der Therapieverlauf von Angelika ist ein wunderbares Beispiel um zu zeigen, welche Erfolge mit Hypnosetherapie möglich sind und wie schnell, sanft und nachhaltig auch ein schweres Trauma verarbeitet werden kann. In den meisten Fällen kann mit Hypnosetherapie ein Trauma und die daraus resultierenden Symptome mit nur wenigen Sitzungen aufgelöst werden. Das negative Erlebnis wird hierbei nicht "gelöscht" sondern verarbeitet. Das heisst, die Erinnerung an das Erlebnis bleibt noch da, jedoch die zugehörigen Gefühle werden in der Therapie verarbeitet, so dass uns das Erlebnis nicht mehr belastet. Bei Angelika benötigten wir 3 Sitzungen, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Kunden zur Traumabewältigung zwischen 1-5 Sitzungen benötigen um ihr Trauma zu verarbeiten und ihr Therapieziel zu erreichen.

 

 

 

Was ist Hypnosetherapie?

Hypnose ist ein Verfahren zum Erreichen eines Trancezustandes. Das ist ein Wachzustand mit geistiger Wahrnehmungsfähigkeit mit erleichtertem Zugang zum Unterbewusstsein. Wir durchleben tagtäglich verschiedene Bewusstseinszustände, sei es kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. Auch wenn wir in eine Arbeit tief versunken sind, ein Buch lesen, Tagträumen oder einen Film anschauen befinden wir uns oft in einer leichten Trance. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die eine Sache. Das Zeitempfinden verändert sich und die Umgebung wird nur noch vermindert wahrgenommen. Es ist ein Zustand einer besonderen Entspannung und Konzentration. Dieser Zustand der Trance wird in der Hypnose genutzt, damit wir besser mit unserem Unterbewusstsein kommunizieren können. Dadurch ist es uns möglich, ein traumatisches Erlebnis direkt im Unterbewusstsein zu verarbeiten und neu zu bewerten, so dass uns dieses Trauma nicht mehr weiter belastet.

 

Ist Hypnose für jeden geeignet?

Grundsätzlich ist Hypnose für jeden geeignet, der etwas verändern möchte und offen ist, dafür in sein Unbewusstes zu schauen. Es gibt einige wenige Kontraindikationen für Hypnose: Menschen mit extrem niedrigem Blutdruck, Herzschwäche, einige psychischen Erkrankungen, hirnorganische Schäden, Epilepsie, eine akute Thrombose, fehlende Bereitschaft zur Hypnose, oder unter Drogen oder Alkoholeinfluss.

 

Was ist der Unterschied zwischen Showhypnose und der therapeutischen Hypnose?

Die Showhypnose und alles wofür sie steht, hat nichts mit einer therapeutischen Anwendung der Hypnose zu tun. Wenn ein Klient in meine Praxis kommt und diverse Vorstellungen und Erwartungen aus der Showhypnose und deren Wirkung mitbringt, dann wird dieser wohl eher überrascht oder enttäuscht sein. In der Showhypnose werden hypnotische Phänomene wie z.B. Katalepsie (körperliche Starre) ausgenutzt und zur Schau gestellt und zusätzlich wird meist auch in die Trickkiste gegriffen. In der therapeutischen Hypnose steht die Beratung und Bearbeitung Deiner ganz persönlichen Probleme und Ziele im Vordergrund, indem Du zu unbewussten Fähigkeiten Kontakt bekommst und Lösungen für Dich findest.

 

Werde ich aus der Hypnose wieder aufwachen?

Die Hypnose ist kein Schlaf und auch keine Bewusstlosigkeit. Oft fragen sich Klienten sogar, ob sie tatsächlich in Trance waren, weil sie sich sehr präsent fühlen im Trancezustand. Nach der Hypnose werden sie wieder durch mich in das Wachbewusstsein zurück geführt. Hypnose kann in Ausnahmefällen in einen natürlichen Schlaf übergehen, aus dem Du dann ganz normal wieder aufwachst.

 

Bin ich in Hypnose willenlos und ausgeliefert?

Nein, auf keinen Fall. Es gibt einige hypnotische Phänomene die Du möglicherweise aus der Showhypnose kennst. Solche Phänomene sind nur möglich, wenn der Klient innerlich damit einverstanden ist. Zudem ist es bei Hypnoseshows wie in Zaubershows, es wird mit Illusionen und Tricks gearbeitet um eine verblüffende und unterhaltsame Show abzuliefern. In Hypnose kann Dir der Therapeut keine Suggestionen vermitteln, welche gegen Deine Überzeugungen gehen.

 

Worauf muss ich bei der Auswahl meines Hypnosetherapeuten achten?

Ich empfehle immer, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Das Verhältnis zwischen Hypnosetherapeut/in und Kunde ist entscheidend für den Erfolg bei allen Therapieformen, so auch bei der Hypnosetherapie. Wenn es um die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen geht, ist es noch wichtiger als sonst, dass Du dich wohl fühlst und Vertrauen zum Therapeuten/in aufbauen kann. Es muss dem Kunden möglich sein, nach dem Vorgespräch zu entscheiden, ob er/sie die Therapie machen möchte oder nicht. Alle Fragen zur Hypnosetherapie sollten vom Therapeuten/in verständlich beantwortet werden können. Zudem ist es wichtig, dass der Therapeut / die Therapeutin eine solide Ausbildung und optimalerweise auch einige Weiterbildungen in der Hypnosetherapie genossen hat. Ein Hypnosetherapeut / eine Hypnosetherapeutin sollte grundsätzlich ursachenauflösend arbeiten, um rasche und nachhaltige Resultate mit seinen Kunden erzielen zu können. Auch rein lösungsorientierte Hypnosetherapie kann sehr erfolgreich sein, hier werden jedoch oft einige Sitzungen mehr benötigt als bei ursachenauflösender Hypnose. Eher abraten würde ich von rein suggestiven Hypnosebehandlungen, da es dort zu einer Symptomverschiebung kommen kann, oder der Erfolg allenfalls nicht von Dauer ist.

 

Informationen zu Eva Reich, Praxis Mental-Reich:

Eva Reich hat ihre Praxis in Winterthur und Mitbegründerin der Praxisgemeinschaft Torhaus. Die Behandlung von traumatischen Erlebnissen für sie ein wirkliches Herzensthema. Auch Eva hat in ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht und konnte diese mit Hypnose verarbeiten. So hat sie damals ihren Weg in die Hypnosetherapie gefunden. Deswegen hat sie sich auch auf die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen spezialisiert. Eva ist verheiratet und Mutter eines Teenagers, sowie Frauchen eines Mischlingshundes und wohnt in Winterthur. Eva hat sich nach der Grundausbildung stetig weitergebildet und kann mit ihrem breiten und fundierten Wissen und ihrer Erfahrung sehr individuell auf ihre Kunden eingehen. Weitere Informationen zur Praxis Mental-Reich: www.mental-reich.com

 

 

 

 

 

Wichtige Links und Stellen rund ums Thema sexuelle Belästigung, Missbrauch, Vergewaltigung:

 

Beratungsstelle Castagna: http://www.castagna-zh.ch/

Opferhilfe Zürich: http://www.obzh.ch/

Opferhilfe Schweiz: http://www.opferhilfe-schweiz.ch/

Kampagne zukrass: https://www.zukrass.ch/

 

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