Irrtümer zu Hypnosetherapie

May 1, 2017

 

Es gibt einige Irrtümer zur Hypnosetherapie. Mit einigen davon möchte ich in diesem Artikel aufräumen.

 

Oft geschieht es, dass Kunden mit übertriebenen Erwartungen zu mir in die Praxis kommen, oder verschiedene Bekanntschaften mir die selben Fragen stellen. Einige Beispiele möchte ich hier genauer erläutern:

 

Irrtum Nr. 1: Hypnose ist Zauberei

Viele erwarten von Hypnose so etwas wie Zauberei. In vielen Shows, Filmen oder Medien wird Hypnose oft als eine Art Gehirnwäsche dargestellt, die uns zu einem komplett anderen Menschen machen kann. Das ist aber nicht wahr. Hypnose ist sehr effizient, und kann uns helfen unser Leben zu verändern, indem wir mit dem Unbewussten arbeiten. In Hypnoseshows werden oft Zaubertricks mit hypnotischen Phänomenen verbunden, die bis zum Maximum ausgereizt und zur Show gestellt werden. Dies hat nicht viel mit der therapeutischen Hypnose zu tun. Hypnosetherapie ist mentale Arbeit, die durch die Klienten erledigt wird. Therapeuten helfen ihnen lediglich dabei. Gute Therapeuten sind wie ein Navigationssystem, das ihre Kunden zu ihrer individuellen Lösung führt. Ich kann also niemandem mit Hypnose etwas "einprogrammieren" das gegen seinen Willen ist. Ich kann auch mit Hypnose keine Probleme wegzaubern. Reine Suggestionen ohne therapeutische Arbeit wirken nur in wenigen Fällen. Viel nachhaltiger und gesünder ist es, ursachenauflösend zu arbeiten. Das bedeutet, wir suchen gemeinsam während der Sitzung die unbewusste Ursache für das Problem, und lösen diese therapeutisch auf. Das kann sehr emotional werden und vielen Kunden wird schnell klar, warum es Hypnosetherapie heisst. Dadurch dass wir mit dem Unbewussten arbeiten, kann die Ursache in den meisten Fällen noch in der selben Sitzung aufgelöst werden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Wirkung nachhaltig ist und recht schnell eintritt. Denn wenn die unbewusste Ursache gelöst ist, gibt es auch keinen Grund mehr für das Symptom, so dass unser Problem verschwinden kann. Hypnosetherapie hat also nichts mit Zauberei oder Magie zu tun, sondern ist eine nachhaltige und effiziente Form von mentaler Arbeit.

 

Irrtum Nr. 2: Das Problem muss in einer einzigen Sitzung  komplett gelöst werden.

Vorab: Ja es gibt immer wieder Klienten, die ihr Problem in einer einzigen Sitzung loswerden können. Das ist nicht ungewöhnlich und geschieht auch in meiner Praxis regelmässig. Was aber nicht heisst, dass alle meine Kunden ihre Probleme nach nur einer Sitzung loswerden können. Oft sind auch 2 bis 4 Sitzungen nötig, in sehr wenigen Fällen auch mehr. In den meisten Fällen ist jedoch schon nach der ersten Sitzung eine Verbesserung spürbar. Hypnosetherapie ist so erfolgreich, weil sie so individuell ist wie die Menschen die damit etwas verändern möchten. Wir sind alle unterschiedlich und das ist auch gut so. Genauso benötigen alle unterschiedlich viele Sitzungen, oder fühlen sich nicht alle beim selben Therapeuten wohl. Wenn Du etwas verändern willst, ist es wichtig dass Du akzeptierst, dass Du möglicherweise mehrere Sitzungen benötigst bist Dein gewünschter Erfolg eintrifft. Leider wird dieser Irrtum oft gefördert indem Therapeuten damit werben, dass nur eine Sitzung benötigt wird, und Kunden dann enttäuscht sind, wenn nach einer Sitzung noch nicht alles gelöst wurde. Wenn Du aber die Möglichkeit hättest, Dein Schicksal zu verändern mit 2-4 Sitzungen im Abstand von ca. 4 Wochen - würdest Du es tun? Wenn die Antwort Nein ist, ist vermutlich die Motivation noch nicht gross genug, oder der Leidensdruck noch nicht gross genug. Wenn Du die Frage mit JA beantworten kannst, dann stehen Deine Chancen sehr gut, dass Du mit Hypnosetherapie Dein Leben in nur wenigen Sitzungen wirklich verändern wirst.

 

Irrtum Nr. 3: Hypnose ist esoterisch

Hypnosetherapie hat nichts mit Esoterik zu tun. Es ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode um direkt mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten. Diverse Studien können die Wirksamkeit von Hypnose belegen. Zum Beispiel das American Health Magazin berichtet über folgende Ergebnisse aus einer Studie von 2007:

Psychoanalyse: 38% Verbesserung nach 600 Sitzungen
Verhaltenstherapie: 72% Verbesserung nach 22 Sitzungen
Hypnosetherapie: 93% Verbesserung nach 6 Sitzungen

 

Die MEG Tübingen hat diverse Forschungsarbeiten zu Hypnosetherapie veröffentlicht, diese findest Du bei Interesse hier: http://www.meg-tuebingen.de/1-hypnose-hypnoseforschung.htm

 

Natürlich gibt es sehr unterschiedliche Therapeuten - auch solche, die sehr spirituell sind, oder sich zusätzlich mit esoterischen Methoden wohlfühlen und dies auch in Ihrer Therapie einfliessen lassen. Aber das hat mit der Hypnosetherapie als eigentliche Methode nichts zu tun. Ich bin als Therapeutin weder esoterisch veranlagt noch besonders spirituell. Am Besten suchst Du Dir jemanden, der eine solide Ausbildung hat und bei dem Dein Bauchgefühl Dir ganz klar JA sagt. Das sind die beiden wichtigsten Merkmale die dein Therapeut / deine Therapeutin erfüllen sollte. 

Aber ganz klar ist, Hypnose ist ein natürlicher Zustand, den wir alle mehrmals täglich in unterschiedlichen Trancetiefen erleben. Hierfür wird kein Pendel oder ähnliches benötigt (darf aber wenn gewünscht durchaus unterstützend eingesetzt werden), es werden keine Tarotkarten gelegt, man muss kein Medium sein oder besonders spirituell um mit Hypnose zu arbeiten, sondern eine solide und umfassende Ausbildung, die richtige Intension sowie etwas Empathie mitbringen um ein guter Hypnosetherapeut werden zu können. 

 

Natürlich gibt es noch weitere Irrtümer, Gerüchte oder Mythen zur Hypnosetherapie die es noch aufzuklären gilt. Fragen darfst Du mir immer gerne persönlich oder auch in der Kommentarfunktion stellen. Ich freue mich schon darauf.

 

 

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